FC Hürth — SpVg Wesseling-Urfeld 4:2 (2:2).

Gut 350 Zuschauer kamen zum Derby in der Fußball-Mittelrheinliga in den Salus Park. Sie sahen couragiert agierende Gäste, die vom Anpfiff weg die Platzherren früh anliefen und hoch pressten. Mit zunehmender Spielzeit bekamen die Hürther den Zugriff. Mit schnellem Umschaltspiel wollte das Heitmann-Team punkten. Nach einem Fehler von Sven De Jong bot sich Alexander Vaaßen die erste Möglichkeit. Auf der Gegenseite verpasste Delord Unzola eine gute Chance. Dann übernahm der FC eindeutig die Kontrolle. Hinten ließ man nichts anbrennen, und vorne wurde wunderbar über die Flügel kombiniert. Auf Vorarbeit von Nico Schmitz netzte Vaaßen mit einem eleganten Lupfer ein. Noch vor dem Wechsel legte Patrick Friesdorf nach einer Dreier-Kombination durchs Mittelfeld mit einem Flachschuss nach. Deniz Millitürk ließ die beste Großchance der Gäste aus, als „Kiki” Proenca gleich drei Abwehrspieler narrte, auf Onur Dogan passte, der dann präzise in den Strafraum flankte. Millitürk bekam jedoch keinen Druck auf den Ball. Plötzlich nahm das Spiel eine unerwartete Wendung. Die Gäste glichen durch Quinito Proenca und Deniz Millitürk binnen zwei Minuten aus.

Marc Hebbeker brachte Hürth direkt mit dem Wiederanpfiff die Fassung zurück. Aus einer verstärkten Abwehr heraus lauerte man nun auf den entscheidenden Konter. Den Gästen ging die Griffigkeit ab. Spätestens als Proenca verletzt vom Feld musste, lief vorne nichts mehr. Mit dem zweiten Standard-Treffer besorgte Friesdorf die Entscheidung.

„Ich hatte in der Halbzeit mit einer Punkteteilung geliebäugelt, denn das Niveau der Partie war eher nüchtern. Kiki war so etwas wie unser Matchplan. Als er raus war, ging nichts mehr, ” beklagte Gäste-Coach Jupp Farkas.

Sein Gegenüber, Oliver Heitmann war natürlich überglücklich: „Der Ausgleich kurz vor der Pause war ein echter Schock für meine Jungs. Das haben sie überragend weggesteckt. Klasse, wie sie sich da rausgezogen haben und zurückgekommen sind.”

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