Acht „junge Wilde“ sind jetzt im Bezirksliga-Team

Hürth. Der Übergang und die Integration von Jugendspielern des FC Hürth in den Seniorenbereich gelingt immer besser. Dies ist seit Jahren Strategie und Ziel des Vereins. „Immer mehr Spieler schaffen den wichtigen, mitunter schwierigen Sprung nach oben“, freut sich der Trainer der 2. Mannschaft des FC Hürth, Hans Dirk Dresen.

 

In diesem Sommer sind es acht U19-Jugendspieler, die es aus den eigenen Reihen in das Bezirksliga-Team geschafft haben. Dies spricht für die sehr gute Jugendarbeit, die am Salus-Park in Hürth-Mitte unter der Leitung von Julius Küppers geleistet wird und insbesondere für Nico Beck, der die U19-Mannschaft in der letzten Saison trainiert hat.

 

Es spricht aber auch dafür, dass das Konzept der Jugendarbeit beim FC Hürth funktioniert: nämlich Jugendspieler nicht nur jahrelang auszubilden und dann mit Eintritt zu den Senioren zu verlieren oder wegzuschicken, sondern die Früchte der Arbeit im Club zu ernten, die Spieler im Verein zu halten und an ihnen auch im Seniorenbereich festzuhalten. Auf diesen Erfolg kann der Vorstand um Präsident Alfons Domma stolz sein, denn die Entwicklung zeichnet sich seit Jahren ab und jetzt schlägt sie voll durch.

 

Wie gut das funktioniert, konnte man jetzt beim Freundschaftsspiel des Teams gegen Berrendorf sehen: Sechs der acht bisherigen Jugendspieler standen in der Anfangself, zwei kamen in der Halbzeit rein und alle „jungen Wilden“ machten ihre Sache so gut, dass sie einen großen Anteil am 2:0 Sieg hatten: nicht zuletzt dadurch, dass die beiden Tore von zwei jungen Spielern geschossen wurden: Marvin Walther und Alisher Mursakulov (beide 19).

 

Dresen setzt auf eine gute Mischung aus Erfahrung und Jugend. Und er fordert und fördert die Jugend: durch klare Zielvorgaben vor dem Spiel und knappe, präzise Anweisungen während des Spiels. Dabei hüpft er nicht auf der Linie auf und ab, schreit auch nicht alle 30 Sekunden über den Platz, sondern setzt gezielt Lob und Kritik ein, muntert auf und gibt Hinweise, die die Spieler besser machen sollen. Er ist nah an den Spielern und lässt sie auch außerhalb des Platzes zu Wort kommen und sich einbringen.

 

Was diese wiederum mit Selbstbewusstsein und Dialogbereitschaft aufnehmen und beantworten: so etwa Alexander Gaun, der sich in der Halbzeitpause im Rahmen der kurzen Traineransprache zu Wort meldet und seine Teamkollegen auffordert, dies und jenes anders zu machen. Gaun (19) ist in der letzten Saison aus der eigenen Jugend in den Seniorenbereich „aufgestiegen“ und hat sich seinen Stammplatz längst durch gute Leistungen gesichert.

 

„Bei uns bekommt jeder seine Spielzeit, bei uns kann sich jeder zeigen“, so Dresen, der sich mit seinem Co-Trainer Thomas Frohn, Torwarttrainer Jürgen Schmidt und Betreuer Heinz Thiel mit Hingabe und Leidenschaft um das Team kümmert. Mit der Leistung seiner Spieler beim Spiel gegen Berrendorf war Dresen zufrieden. „Wir haben seriös und zu Null gespielt und der Einsatz eines jeden einzelnen hat gestimmt“, so sein Fazit.